Lesina (Drachenkopf Schrecke)

Wissenschaftlicher Name: Eumegalodon spec.

Grösse: 5-7 cm

Herkunft: Tropische Regenwäldern Indonesiens und Malaysias

Lebensraum: Bananenstauden, Sträucher, boden

Temperatur Tag: 26°C – 28°C

Temperatur Nacht: 18°C – 20°C

Luftfeuchtigkeit: 60 -70%

Futter: Pflanzen (Bananenblätter), Obst, Insekten

Aufgaben in der Natur: Verwertung von organischen Materialien, Reduktion von Insekten, Futter für Vögel und andere Insekten fressende Tiere

Bemerkungen:

Eine besondere Geschichte dürfen wir Zur Drachenkopf Schrecke erzählen!

Zur Neueröffnung des Tropenhaus Wolhusen im Februar 2020 wurde von den Initianten der Wirbellosen – Erlebniswelt 2 Männchen und 3 Weibchen von Lesina ausgestellt.

Bis zu diesem Zeitpunkt war nicht bekannt, wie sich diese Schreckenart fortpflanzt respektive, wohin sie ihre Eier legt. Der sehr schmale Legestachel deutete darauf hin, dass sie die Eier nicht wie andere Schrecken in die Erde ablegt. Aber wohin?

Benjamin Harink, unser Berater für Wirbellose, hatte die Idee, dass Lesina die Eier in den Stamm von Bananen Stauden legen könnte. So setzten wir die Tiere auf Bananenstauden und siehe da! Die Weibchen frassen mit ihrem starken Mundwerkzeug Löcher in die Bananenstauden Stämme und legten ihre Eier zwischen die Schichten der Stämme.

Somit können wir Ihnen in unserem Aerarium voller Stolz unsere – mindestens in der Schweiz, vielleicht Europa weit – ersten Nachzuchten von Lesina zeigen!

Die Imposante, kräftige Schrecke, deren grosser Kopf und Gesicht richtige Charakterzüge aufweist und deren mit Stacheln bestückter Panzer ein Eyecatcher ist, wird 5-7cm lang (Körper). Die Weibchen besitzen zusätzlich einen flachen aber breiten Legestachel, welcher fast Körperlänge erreichen kann.

Sollten Sie in den Bananenstauden Stämmen eingefressene Löcher entdecken, so ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass dort ein Weibchen ihre Eier zwischen die Schichten gelegt hat.

Die Nachzucht von Tieren ist nicht nur der direkten Art Erhaltung wegen wichtig. Gerade bei den Wirbellosen, wo die Artenvielfalt immens aber auch das Artensterben rasant ist, gibt es noch sehr viele unerforschte Arten. Erst wenn man weiss, wie sich die Tiere verhalten und wie sie sich vermehren, kann man den Tieren auch entsprechenden Schutz bieten.

TIPP: Lesina versteckt sich tagsüber gerne und ist deshalb nicht immer leicht zu finden. Es lohnt sich, den Fokus auf ihre sehr langen, feinen Fühler zu lenken, oftmals verraten sie die Grille, weil sie aus dem Versteck heraus ragen 🙂

Patenschaft: CHF 100.-

Paten: Noch keine Paten – Wäre das etwas für Sie?

 

 

 

 

 

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